Künstliche Intelligenz im Betrieb: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

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30 Sep. 2025

Symbolbild Künstliche Intelligenz im Unternehmen: Fachanwalt Dominic Baumüller von BEISSE & RATH berät zur EU-KI-Verordnung im HR-Bereich.
Die EU-KI-Verordnung in der Praxis: Dominic Baumüller unterstützt Arbeitgeber bei der rechtssicheren Einführung von KI-Systemen im Personalwesen.

Die Europäische KI-Verordnung (KI-VO) ist keine ferne Zukunftsmusik – sie ist Realität. Seit Februar 2025 gelten bereits erste Vorschriften, ab August 2026 folgen umfassende Pflichten. Besonders betroffen: Unternehmen im Bereich Personalmanagement, Recruiting und Mitarbeitersteuerung.

Wer jetzt nicht prüft, ob er betroffen ist, riskiert Konflikte mit Aufsichtsbehörden, Betriebsräten und Mitarbeitenden.

1. KI im Unternehmen: Bin ich betroffen?

Viele Arbeitgeber wissen nicht, ob sie überhaupt KI-Systeme einsetzen. Während klassische Microsoft Office-Anwendungen unproblematisch sind, fallen Bewerber-Chatbots, Recruiting-Software oder Leistungskontrollen häufig unter die KI-VO.

Praxisbeispiel: Ein HR-Team setzt eine Software ein, die Bewerberprofile automatisch filtert. Was als „praktisches Tool“ gedacht war, gilt plötzlich als Hochrisiko-KI – mit umfangreichen Dokumentations- und Aufsichtspflichten. Gerade im Bereich IT-Recht & Digitalisierung greifen hier strenge Vorgaben.

Risiko: Wer Systeme eigenständig anpasst oder „zweckentfremdet“, kann sogar als Anbieter eingestuft werden – und unterliegt damit deutlich strengeren Vorgaben.

2. Verbotene Praktiken: Sofortiger Handlungsbedarf

Die KI-VO kennt absolute Verbote, die sofort gelten:

  • Predictive Policing im Betrieb
  • Emotionserkennung im Recruiting oder am Arbeitsplatz

Fazit: Unternehmen, die hier experimentieren, riskieren Bußgelder und massive Imageschäden.

3. Hochrisiko-KI: Ab 2026 Pflichtprogramm

Ab dem 2. August 2026 gilt ein strenger Pflichtenkatalog für HR-Software, die als Hochrisiko-KI eingestuft wird. Dazu zählen insbesondere Tools, die:

  • Bewerbungen filtern oder bewerten,
  • Leistung oder Verhalten von Beschäftigten überwachen.

Pflichten ab 2026:

  • Menschliche Aufsicht
  • Risikomanagement
  • Dokumentation

Vertrauensschutz: Systeme, die vor dem Stichtag eingeführt wurden, können unter erleichterten Bedingungen weiterbetrieben werden – wenn sie rechtssicher implementiert sind.

4. Betriebsrat im Boot: Mitbestimmung neu denken

Der Einsatz von KI löst regelmäßig Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG aus. Hier ist eine enge Verzahnung mit dem Arbeitsrecht erforderlich. Betriebsräte können zudem externe Sachverständige hinzuziehen.

Praxisempfehlung: Eine Rahmenbetriebsvereinbarung zu KI schafft Klarheit und verhindert Konflikte, bevor sie entstehen.

5. Warum jetzt handeln?

Die Anforderungen der KI-VO sind komplex und verzahnen IT-Recht mit Arbeitsrecht. Unternehmen, die hier zögern, laufen Gefahr, rechtlich überrollt zu werden.

6. Mein Alleinstellungsmerkmal

Als Fachanwalt für IT-Recht und Arbeitsrecht verbinde ich beide Perspektiven nahtlos miteinander.

Diese Doppelqualifikation ermöglicht eine ganzheitliche Beratung, u. a. bei:

  • Einführung von KI-Tools im Unternehmen
  • Verhandlung von Betriebsvereinbarungen
  • Strategischer Planung von HR-KI-Projekten

7. Fazit

Unternehmen, die jetzt handeln, sichern sich Rechtssicherheit und Wettbewerbsvorteile. Wer abwartet, riskiert teure Fehler und langwierige Rechtsstreitigkeiten.

Nutzen Sie die fachkundige Unterstützung bei der rechtlichen Bewertung und Umsetzung Ihrer KI-Projekte im HR-Bereich – mit Blick auf IT- und Arbeitsrecht aus einer Hand.

Fachliche Expertise & Ansprechpartner

Bild von Dominic Baumüller
Dominic Baumüller
Rechtsanwalt Dominic Baumüller, LL.M. Eur., ist Fachanwalt für IT-Recht sowie Fachanwalt für Arbeitsrecht bei BEISSE & RATH in Nürnberg. Seit seiner Zulassung im Jahr 2011 berät er mittelständische Unternehmen und Führungskräfte umfassend an der Schnittstelle von digitaler Transformation, IT-Compliance und Personalwirtschaft. Seine Praxiserfahrung gibt er als Lehrbeauftragter an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (WiSo-Führungskräfte-Akademie) weiter und engagiert sich als Vorstandsmitglied der Rechtsanwaltskammer Nürnberg.
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